Die unter dem Motto „Spurwechsel“ gestartete Fachkräfte-Initiative für Asylbewerber wird offenbar kaum genutzt. Nach Recherchen der „Welt am Sonntag“ gibt es in den zehn größten deutschen Städten bislang nur vereinzelt Anträge von Asylbewerbern, die mit einer anerkannten Ausbildung einfacher ein Bleiberecht bekommen können. Laut Welt verzeichnen Dortmund und Frankfurt keinen einzigen Antrag, Düsseldorf einen, München immerhin 25. Von der Welt befragte Ausländerbehörden bezeichneten die Initiative als „aus Praktikersicht verunglückt“. Sie sei nicht klar verständlich und voller Einzelfallregelungen. Auch die Grünen-Abgeordnete Misbah Khan, die das Gesetz mitverhandelt hatte, bezeichnete die Hürden des „Spurwechsels“ als „zu hoch“.
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