Nach 30 Jahren werden nun fast alle ehemaligen russischen militärischen Flächen in Thüringen zivil genutzt. Nach Angaben der Landesentwicklungsgesellschaft wurden dafür rund 295 Millionen Euro ausgegeben. Allein in die Munitionsbeseitigung flossen 30 Millionen Euro. Auf den ehemaligen Liegenschaften der sowjetischen Streitkräfte stehen heute über 4.000 Wohnungen oder fast 190 Unternehmen. Tausende Hektar wurden dem Naturschutz übergeben, wie zum Beispiel der Nationalpark Hainich. 1994 hatte der Freistaat rund 12.000 Hektar militärisch genutzte Flächen übernommen und die Landesentwicklungsgesellschaft beauftragt, sich darum zu kümmern. Sie musste auf mehr als 100 Liegenschaften Gebäude, Bunker oder Schießplätze abreißen und beräumen. Viele Flächen konnten gut an Kommunen oder private Investoren verkauft werden, mit den Einnahmen finanzierte die LEG unwirtschaftliche Aufgaben wie die Munitionsbeseitigung. Nach 30 Jahren hat Thüringen Tausende Hektar Gewerbe- und Wohnbauflächen sowie Naturschutzgebiete dazu gewonnen, und sogar noch ein Plus in der Kasse.
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