Distanz

Der Islamverband Ditib hat sich vom Auftritt eines hohen Taliban-Beamten in einer Kölner Moschee distanziert. In einer Erklärung des Bundesvorstands heißt es, die Ditib lehne jede – auch nur geistige – Nähe zu den Taliban oder anderen Extremisten ab. Man distanziere sich unmissverständlich von Terror und Gewalt. Der Verband sprach sich für eine lückenlose Aufklärung des Vorfalls aus. Vorige Woche hatte der Leiter der afghanischen Lebensmittel- und Arzneibehörde, der Taliban-Funktionär Abdul Bari Omar, vor Muslimen in einer Ditib-Moschee in Köln-Chorweiler gesprochen. Das hatte bundesweit Empörung ausgelöst. Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul verwies allerdings darauf, dass es in Deutschland kein Verbot der Taliban gebe. Die Behörden hätten deshalb gar nicht gegen den Auftritt einschreiten können.


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