Der Osnabrücker Migrationsforscher Jochen Oltmer rechnet mit schwierigen Verhandlungen, um Asylverfahren in Drittstaaten durchzuführen. Oltmer sagte MDR AKTUELL, die Diskussion gebe es schon seit vielen Jahren. Dabei hätten sich immer wieder rechtliche und praktische Bedenken ergeben. Die Frage sei, ob in Ländern außerhalb der EU überhaupt ein rechtsstaatliches Verfahren durchgeführt werden könne. Es müsse auch geprüft werden, was mit den Menschen geschehe, deren Asylantrag abgelehnt werde. Nach Angaben von Oltmer sollte eine Drittstaaten-Regelung eher auf europäischer Ebene erfolgen. Bund und Länder hatten gestern vereinbart, Asylverfahren nach Möglichkeit auszulagern.
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