Bundeskanzler Olaf Scholz hat erneut zur Verbundenheit mit den Jüdinnen und Juden in Deutschland aufgerufen. Bei einem Gala-Abend des Jüdischen Gemeindetages sagte Scholz in Berlin, jeder müsse sich jeden Tag richtig entscheiden – für Empathie und Solidarität. Das sei die Basis einer offenen Gesellschaft. Jüdisches Leben gehöre genauso selbstverständlich zu Deutschland wie christliches oder muslimisches oder nicht-religiöses. Das müsse man verteidigen. Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, dankte dem Kanzler für dessen Besuch. Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel und dem starken Anstieg antisemitischer Vorfälle auch in Deutschland sei das ein wichtiges Zeichen der Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft. Zugleich forderte Schuster jedoch die Bundesregierung auf, in Zukunft auch bei den Vereinten Nationen fest an der Seite Israels zu stehen. Bisher wabere Deutschland dort zwischen den Stühlen.
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